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Die Hugenotten

Der Begriff "Hugenotte"

Die Herkunft des Begriffs „Hugenotte“ ist nicht ganz eindeutig. Er war zunächst wohl ein Schimpf- und Spottname der katholischen Mehrheit Frankreichs für die französischen Protestanten und bezeichnet ursprünglich die schweizerischen „Eidgenossen“ („Eidgenosse“: alemannisch „ydtgenos“, wurde in der französischen Aussprache zu „hugenot“). [mehr]

Hugenottenkriege und Bartholomäusnacht

Seit der Reformation im 16. Jahrhundert gab es in Frankreich zwar nur wenige, darunter aber auch adlige Franzosen, die sich dem Protestantismus in der schweizerischen, von Johannes Calvin geprägten reformierten Form angeschlossen hatten. [mehr]

Das Edikt von Nantes

Das vorerst glückliche Ende dieser bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen stellte 1598 das Edikt von Nantes dar. [mehr]

Das Edikt von Fontainebleau

Endgültig verboten wurde den Hugenotten die Ausübung ihrer in den Augen des Königs bloß „angeblich reformierten Religion“ im Jahre 1685 durch König Ludwig XIV. (*1638, †1715; König seit 1643) mit dem Edikt von Fontainebleau. [mehr]

Der Große Kurfürst und das Potsdamer Edikt

Der brandenburgische Kurfürst Friedrich Wilhelm (*1620, †1688; Kurfürst seit 1640; auch „der Große Kurfürst“ genannt) reagierte rasch auf die Unterdrückung seiner evangelischen Glaubensbrüder in Frankreich. [mehr]

Märkische Religionspolitik

Seit dem 1. November 1539 war die Mark Brandenburg ein lutherisches Land, wenn auch mehr auf Druck des Landadels und der Bevölkerung als aus eigener Überzeugung. [mehr]

Kurfürstliche Wirtschaftspolitik

Seit dem 30-jährigen Krieg (1618-1648) lag die Mark Brandenburg darnieder. [mehr]

Die Ansiedlung der Hugenotten

Infolge des Potsdamer Edikts, das für die Hugenotten einer Green-Card nach Brandenburg gleichkam, wanderten ca. 20.000 französische Glaubensflüchtlinge in die Mark Brandenburg ein. [mehr]

Theodor Fontane und andere bedeutende Hugenotten

Im Jahre 1774 entstand auf dem Gendarmenmarkt neben der Französischen Kirche das Französische Komödientheater. [mehr]

Französisches Berlin - Wirtschaft und Wissenschaft

Sowohl der wirtschaftliche als auch der kulturelle Beitrag, den die Hugenotten für die Mark Brandenburg leisteten, brachte ihnen außer Anerkennung oft auch Argwohn und Neid der alteingesessenen Bevölkerung ein. [mehr]

Erziehung und Soziales

Die sozialen und diakonischen Aktivitäten der Hugenotten waren vor allem auf die Armenfürsorge gerichtet. Neben den Wohlfahrts- waren es die Erziehungseinrichtungen, durch die sich die preußischen Hugenotten allmählich Respekt und Anerkennung in ihrer neuen Heimat erwarben. [mehr]

Johannes Calvin

Wenn auch nicht der alleinige Begründer, so doch der eigentliche „Kirchenvater“ der reformierten Kirche ist Johannes Calvin. Johannes (Jean) Calvin (*1509, †1564), ein Zeitgenosse Martin Luthers (*1483, †1546), stammte aus Frankreich (geboren in Noyon, in der Nähe von Paris) und lehrte Jurisprudenz an der Pariser Sorbonne. [mehr]

Reformierte Kirche und lutherische Kirche

Im Unterschied, zum Teil auch im Gegensatz zur lutherischen Lehre vollzogen Calvin und seine Anhänger eine in manchem schärfere und auch in äußerlichen Dingen sichtbarere Ablehnung und Verwerfung des römischen Katholizismus mit seinem „leiblichen“ Abendmahlsverständnis und seiner Bilder- und Altarfülle. [mehr]